News & Nachträge & Sonstiges

Die dritte deutsche Band, die im Cavern Club spielen durfte

The Anyones

The Anyones aus Hilden hatten sich Anfang 1966 als Trio gegründet: Wolfgang Hausmann, Thomas Meyer und Dietmar Schrick – alle Schüler der Wilhelm-Fabry-Realschule. Bald wurden elektrische Gitarren angeschafft.  Nur ein Schlagzeuger fehlte noch. Der kam mit Edgar Lorig, auch Schüler der Wilhelm-Fabry-Realschule. Bald gab es Auftritte in Hilden, Solingen, Unterbach, Neuss und so weiter. Kurz: die Band spielte sich hoch. Und man hatte sich schicke Uniformjacken angeschafft. Die machten gewaltig Eindruck.

The Anyones, nun in Uniformjacken bei den Hildener Beatmeisterschaften

1968 gingen die Anyones als Sieger aus der  Hildener Beat-Stadtmeisterschaft hervor. Neben 500,- DM als Preisgeld, gewann man eine einwöchige Fahrt nach England in die Hildener Partnerstadt Warrington. Dort wurden Sie nicht nur vom Bürgermeister begrüßt, sondern auch von den Eltern von Beatle George Harrison. Nach ein paar Auftritten in cen Clubs von Warrington, wurde die Band zum Interview in das Sendehaus von BBC Radio Merseyside eingeladen. Dort spielte man im Studio zwei Songs ein, die zusammen mit dem Interview gesendet wurden.

Die Gastgeber in Warrington hatten sich aber noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Bevor die Band am 8. Februar 1969 die Heimreise nach Deutschland antrat, durften sie einen Auftritt in „The Cellar of Cellars“ bestreiten. Eine Stunde vor Mitternacht schleppten die Anyones ihre kleine Anlage runter in die Gewölbe des Cavern Clubs, um die versammelten Teens mit dem typischen Merseybeat-Repertoire zu unterhalten. Sie sollen sich tapfer geschlagen haben.

The Anyones im Cavern Club, Matthew Street, Liverpool

Wer die ganze Anyones-Geschichte lesen möchte, dem empfehle ich https://www.jendreyzik.de/fabry/Fabry-Schulgeschichte6ANYONES.pdf

Rare Single

Eine rare Single wurde mir kürzlich zugespielt. Sieht toll aus, das Cover. Ob die LP jemals erschienen ist? Man hätte doch davon gehört!

Schallplattencover

hier zwei französische EPs aus den 60er. Das erste Cover habe ich wegen des Bildes an sich ausgewählt (die Pop Paraders covern sich durch die gängigen Hits des Jahres 1964 wie Glad All Over, Needles And Pins etc.), Colette Dereal bringt uns eine auf Französisch gesungene Version des Instrumentalhits Telstar (The Tornadoes). Mega schräg!!

The Pop Paraders (Gala des Variétés G-348)
Colette Deréal (Polydor 27 026 Médium)

 

 

 

 

 

 

 

Geile Namen

Udo Spitz – den Künstlernamen kann man nicht übertreffen

Pechmarie

Wieviel Pech kann man haben?! Da haben die Burschen einen tollen Bandnamen gefunden – The Pacemakers – und schon kommen ein paar Schnösel aus Liverpool daher und haben einen Hit. Aus ist’s mit dem Bandnamen! Also muss ein neuer her: The Seekers. Doch es sind bereits drei Jungs und ein Mädel aus Down Under auf dem Schiff in Richtung Vereinigtes Königreich, um in der Hitparade herumzumuscheln und unsern Londoner Freunden die Buchstabensuppe zu versalzen. Aber, Leute, jetzt gehen wir auf Nummer sicher! Ich habe mir da einen Namen ausgedacht, auf den kommt sonst keiner: The Gobbledegooks!

Vortrag

Meinen Vortrag im Schlossmuseum Jever anlässlich der Ausstellung „Break On Through…“ zum Thema „Jugendkultur und Beatmusik“ am 1.November 2007 kann man hier nachlesen:

>> Vortrag im Schlossmuseum Jever anlässlich der Ausstellung _Break On Through…_

Kieler Beatszene

>> Die Kieler Beatszene

Brief von Dieter Ehrlich, Basel

>> Brief von Dieter Ehrlich, Basel

Brief Jürgen Gerner mit Korrekturen

>>Brief Gerner mit Korrekturen

Bandbusse, ein Kapitel für sich

The All-Red Stars, Berlin und der Bandbus mit Expander
Glorious Five, Homberg an der Efze, mit ‚Luxus‘-Bandbus VW T1 Samba

Bandbus, The Travellers, Kassel, VW Bulli

Bandbus, The Raves, Frankfurt

Bandbus, The Raves, Frankfurt, DKW FL 89 Busversion, 20PS, Höchstgeschwindigkeit leer 80km pro Std.

Bandbus, The Rags, Goslar

Bandbus, The Mushroams, Bremen, mit der schiefen Schrift, Ford FK 1000

Bandbus, The Guys, Darmstadt, fahren VW

Bandbus, The Rags, Bielefeld, Ford, bevor die Polizei ihn stilllegte

The Beat Cats (Berlin) Bandbus „Rosi“

The Ones, Berlin, mit Bandbus in Spanien, 1966

Bandbus, der nicht sehr beliebte, da etwas lahme Ford FK 1000 – preiswert war das Kaufargument

Bandbus, der nicht sehr beliebte, da etwas lahme Ford FK 1000

Bandbus, Ford FK 1000

Bandbus, The Beatchers, Frankfurt, VW tip-top

Bandbus ‚Der blaue Pfeil‘, ein VW Bulli, The Team Beats, Berlin, 1964
>>Bandbus von Les Copains einmal anders

Bandbus, The Pralins, Darmstadt, na ja, The-Pralin’s ist auch akzeptabel
Bandbus, Frederic and The Rangers, Recklinghausen, 1966, bevor man auf VW umstieg

Billy Mo bei Gerd Schluck

Gerd Schluck, alias Gerd Hinrichs aus Schortens, hatte für sein Tanzlokal In’t Dörp Billy Mo engagiert. Der kam schon nachmittags mit seiner Frau, setzte sich in die Küche und begann zu saufen. Einen nach dem anderen. Abends um 9 Uhr sollte er Auftritt haben, und breit wie sonst was, wankte er auf die Bühne und grölte „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“. Gerd Schluck sah das, raste hinter der Theke weg, hat den geschnappt, durch eine schmale Seitentür rausgeworfen. Gage hat Billy keine bekommen. 1

Bei Jonny Dieling ohne Heintje

Zum Eisernen Kreuz, Wallinghausen, bekannt auch als „Bei Jonny Dieling“. Hat Heintje engagiert, 1.200 Ostfriesen haben sich Eintrittskarten gekauft. Dieling hat extra noch ein paar Umbauten vorgenommen, jedoch Heintje kommt nicht. Die Ostfriesen fühlen sich abgezockt, werden kramüsig und toben, draußen steht noch der Maibaum. Mit Müh und Not entgeht Jonny Dieling dem Lynchmord. Der Jonny war ja auch eine Type, so ein Ur-Ostfriese. Immer ganz breit im Gang. Er lief ja immer ein bischen schlurig rum – ein weißes Hemd kannte der ja nicht – so als ob er gerade aus der Scheune kam. Alles bei Dieling war aus Holz, Boden, Decken, Wände. Das wurde immer dunkler. Die Theken hatten sie selbst gebaut – aus unbehandelten Brettern.

  1.   Auf Wolfgang Ulrich Interview Cassette